Die Einwohner Russlands sagen über Jakutien ungefähr das Gleiche wie diejenigen, die außerhalb Russlands leben: sehr weit weg und kalt, viele Bären und rundherum Taiga. Für Jakutien sind alle diese Aussagen zutreffend. Ein Abzweig der Transsib-Eisenbahnlinie ist nicht bis zur Hauptstadt der Region Jakutsk gekommen, so ist der einfachste Weg um dorthin zu gelangen, mit dem Flugzeug. Jakutien ist sehr weit entfernt von den Meeren und durch Gebirgszüge getrennt, selbst im Vergleich mit dem restlichen Sibirien ist es im Winter extrem kalt.
In den seltenen Siedlungen außerhalb von Jakutsk findet man Pferdezüchter und im Norden, in der Gebirgstundra, ziehen Rentierhirten der Ewenen umher.
Aufgrund der fehlenden Infrastruktur werden Reisende von Fotos frostiger Wimpern in sozialen Netzwerken angezogen, und von Videos, die zeigen, wie sich in die Luft gewirbeltes kochendes Wasser in einem Augenblick in Schneestaub verwandelt.

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Jakutsk - die Diamantenhauptstadt im Eisnebel

In der größten Stadt der Welt im Permafrost-Bereich sind alle relevanten Institutionen tätig. Das Permafrost-Institut untersucht das Verhalten von Böden im hohen Norden. Das Mammut-Institut untersucht die Überreste alter Tiere. Diamanten, die in den Tiefen von Jakutien abgebaut werden, verarbeiten die Diamantschneidefabriken. Wenn die Temperatur im Winter auf -50 °C sinkt, hört das Leben in der Stadt nicht auf und die Jakuten bleiben auch dabei elegant: sie tragen Pelze von Zobel und Polarfuchs, mit Perlen bestückt, Schuhe aus Rentierfell – hier ist das eine Notwendigkeit für das Überleben.

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Lena-Felsen - das Symbol von Jakutien

Da es kein Eisenbahn- und Straßennetz gibt, ist der 4 500 km lange, grandiose Fluss Lena die Hauptverkehrsader von Jakutien. Wenn auch die paar Straßen mit befestigter Oberfläche wegen der Bodenbewegungen im Permafrost nicht immer perfekt sind, kann die auf dem Eis der Lena verlegte Winterstraße mit den besten Autobahnen konkurrieren. Begeben Sie sich auf einer Tour auf der Eisstraße um die grandiosen Felsformationen am Ufer des Flusses zu erkunden.

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Kolyma Straße: die Straße auf den Knochen

Als sowjetische Geologen zu Beginn der Stalin-Periode große Goldreserven im Tal des Flusses Kolyma entdeckten, wurde beschlossen, eine Straße für den Zugang zu den Ressourcen zu bauen. Während der harten Arbeit im Sommer und extremer Kälte im Winter wurden die Gefangenen der GULAG und später die Kriegsgefangenen dorthin verbannt. Bei dem Versuch mit Spitzhacken den gefrorenen Boden der Tundra aufzuschlagen, und durch die Berge zu brechen, starben Tausende Gefangene. Ihre Körper wurden einfach mit Moos bedeckt am Rand der neuen Straße liegen gelassen. Vor einigen Jahren wurde die Kolyma Straße verbreitert, und jetzt führt die Route buchstäblich über die Knochen.

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Menschen der Tundra – Rentierhirten

Die Ewenen, eines der indigenen Völker von Jakutien, von nicht mehr als 20 000 Menschen, kehrt nach den sowjetischen Versuchen zum Übergang zur Sesshaftigkeit in die traditionelle Rentierzucht zurück. Ihre Behausung ist bescheiden - ein Zelt oder eine Holzhütte, aber sie halten sich für reicher als alle anderen, denn sie haben Tausende Rentiere und ihr Besitztum - die gesamte umgebende Tundra. Teilen Sie das Mittagessen mit den Nomaden und machen Sie einen Ausflug im Rentierschlitten.

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Oimjakon – der Kältepol

Hier sind alle Anzeichen des extremen kontinentalen Klimas von Jakutien vereint - der Temperaturunterschied zwischen Sommer und Winter beträgt mehr als 100 °C. Fügen Sie hier die Höhe hinzu, Oimjakon liegt auf einer Höhe von 700 Metern, und die Lage in einem Gebirgstal, wohin die kalte Luft strömt. In Oimjakon, an einer der fast unzugänglichsten Stellen Russlands gelegen, leben mehrere hundert Menschen in der eisigen Wüste: Nomaden, Pferdezüchter, Jakuten, Ewenen, Russen und Ukrainer, oft Nachkommen der hierher entsandten GULAG-Häftlinge, die in diesen Gegenden geboren wurden und für immer hier blieben.

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Wohin, wann, wie lange?

Die Reise nach Jakutien beginnt mit einem sechsstündigen Flug von Moskau nach Jakutsk.

Es ist besser, im Winter und in den Anfängen des Frühlings (von Mitte Dezember bis Anfang April) nach Jakutien zu kommen, wenn an den Flüssen die Eisübergänge geöffnet sind. Im Winter ist der Weg nach Oimjakon schneller, da alle Flüsse problemlos über das Eis überquert werden können. Im Sommer nimmt der gleiche Weg mehr Zeit in Anspruch.

Für eine Reise zum Kältepol in Oimjakon benötigt man 6 Tage: je zwei Tage hin und zurück und 2 volle Tage mit Übernachtung in Oimjakon oder Tomtor. Im Ganzen 8 Tage für die gesamte Reise, wenn Sie einen Tag hinzufügen, um Jakutsk zu besuchen, und einen weiteren, um die Lena-Felsen zu besichtigen.

Für eine Fahrt von Jakutsk nach Magadan (2000 km) über die gesamte Kolyma Straße bis zum Ochotskischen Meer, mit einem Besuch von Geisterstädten und Überresten von Lagerbauten, benötigt man mindestens eine Woche (für eine Richtung, Rückflug ab Magadan).

Reiseideen
Expedition zum Kältepol
Expedition zum Kältepol
  • 8 Tage
  • von Januar bis März
  • Jakutien