Archangelsker Gebiet

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Das Archangelsker Gebiet liegt am weißen Meer und ist die größte und dabei auch die dünnbesiedelste Region des europäischen Teils von Russland. Sie ist flächenmäßig größer als Frankreich. Im 12. Jahrhundert flohen viele Russen hierher, um sich vor den Truppen der Tataren und Mongolen in Sicherheit zu bringen. Sie wurden Seeleute, Fischer und Jäger. Unter der Herrschaft Iwan des Schrecklichen wird der Hafen Archangelsk gegründet und der Handel mit ganz Europa blühte. Charakteristisch für das Gebiet ist die schöne und unberührte Naturlandschaft, die wilde Taiga, das Licht der weißen Nächte im Frühsommer, die Harmonie der berühmten Holzbaudenkmäler und die herrliche Landschaft am Kenosee. Sehenswert ist das Freilichtmuseum “Maliye Karely”, etwa 20 km südlich von Archangelsk, sowie die Klosteranlage auf den Solowezki-Inseln.

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Der Alte Rus hält hier seit Jahrhunderten

Das Wort “Rus” ist ein altes literarisches Synonym für Russland.
Nach der Gründung von Sankt-Petersburg im 18. Jh. bekommt Russland einen bequemen und kürzeren Weg über die Ostsee nach Europa. Die Bedeutung von Archangelsk nimmt ab aber das Leben dort verändert sich kaum. Der Norden Russlands wird zur Wiege der russischen Kultur. Sie hat keinen Einfluss auf die „Europäisierung“ des Landes. In anderen Teilen Russlands werden monumentale steinerne Kathedralen gebaut. Im Archangelsker Gebiet hingegen, erreicht die Holzbaukunst ihren Höhepunkt.
Altertumsforscher, Künstler und Sammler russischer Märchen entdecken Ende des 19. Jahrhunderts diese Gegend für sich. Die Dörfer werden während des Krieges und der Revolution nicht zerstört und vieles ist bis heute erhalten geblieben. Die Atmosphäre des alten Russlands kann hautnah erlebt werden!

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In einer echten russischen Holz- oder Blockhütte, einer Isba, wohnen

Eine Isba ist in Russland ein traditionelles Wohnhaus aus Holz und der Schauplatz vieler Szenen in der russischen Literatur und in russischen Märchen. Die Isba ist für das Verständnis der russischen Kultur sehr wichtig. Schön restaurierte Isbas sind in Freilichtmuseen zu bewundern. Wenn Sie in einer solchen Isba einige Tage verbringen möchten, finden Sie einige hundert Kilometer entfernt von den Großstädten Sankt Petersburg und Moskau den Naturpark Kenozero. Direkt am See Kenozero liegt ein wunderschönes und restauriertes Holzhaus mit den typischen reich verzierten Holzfenstern und direktem Zugang zum See. Es ist über 100 Jahre alt! Sie haben von dort einen herrlichen Ausblick auf den See und abends sehen Sie die Sonne untergehen. Ihre Nachbarn hacken das Holz, um die Banja hinter dem Haus für Sie zu heizen.

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Die beste russische Küche finden Sie in der Taiga

Das weltberühmte “Beef Stroganoff “ und der russische “Salat Olivier” wurde von französischen Köchen im 19 Jh. erfunden. Die authentische russische Küche ist anders und ohne den großen Ofen, der mit Holz befeuert wird, nicht vorstellbar.
Der Holzofen ist Tradition! Er dient zum Kochen und heizt den Wohnraum.
Im Ofen werden die Gerichte nicht gebraten, sondern lange geschmort. Dadurch bekommen sie einen besonderen Geschmack und Geruch. Kuchen mit Heidelbeeren und Preiselbeeren, fluffige Pfannkuchen und gedeckter Kuchen mit Fisch sind die leckeren Spezialitäten, die besonders gerne im Kreis der Familie, mit Freunden und mit Gästen in russischen Dörfern gereicht werden.

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Besuchen Sie die Einheimischen

Wie sieht das Leben in einem russischen Dorf aus? Was ist ein Samowar ? Wie erträgt man die Temperatur von -30 Grad im Winter? Was bewegt die Menschen so zu leben?
Russland erschließt sich einem nicht im Museen!
Besuchen Sie selbst die Einheimischen, die Ihnen zu Hause bei Tee und Pfannkuchen gerne diese und andere Fragen beantworten. Die Gastfreundschaft und die Offenherzigkeit der Menschen hier im Norden werden Sie überraschen! Sie werden Ihnen nicht weniger Fragen stellen! Wie lebt man in Europa? Frankreich oder Deutschland? Wir haben im Fernsehen gesehen…Ist es wahr, daß...?

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Im Land der ungestörten Vögel...

Mit diesen Worten hat der russische Schriftsteller und Reisende Michail Prischwin diesen Ort beschrieben. Bei einer Bevölkerungsdichte von 2 Einwohnern pro m2 gibt es im Archangelsker Gebiet insgesamt mehr als 260 Vogelarten. Ab Mitte Juli bringen die Weibchen der Polardelphine, sogenannte Belucha, ihren Nachwuchs auf den Solowezki Inseln zur Welt. Das Archangelsker Gebiet gilt als einer der schönsten Orte in Russland, um die ursprüngliche und wilde Natur zu bewundern.

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Mesensker Holzmalerei und Kargopoler Spielzeug

In Archangelsk baute man früher Schiffe aus Fichtenholz. Aus dem restlichen Baumaterial fertigte man hölzerne Glücksvögel, die sich im Wind drehen. Diese Tradition führt man heute fort! In Kargopol wird noch immer Geschirr und auch Kinderspielzeug aus Ton hergestellt. In jeder Ortschaft im Archangelsker Gebiet existiert eine eigene und typische Art der Holzmalerei.

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Ein Archipel am Polarkreis - Solowki

Mönche und Bauern zogen immer weiter nach Norden. Sie gründeten Einsiedeleien, so genannte Skiten. So entstand auch das Solowezki Kloster auf der Steininsel im Weißen Meer, nur 100 km vom Polarkreis entfernt. Es wurde zum orthodoxen Zentrum des russischen Nordens! Zu Sowjetzeiten wurde das Kloster in eines der größten Gefängnisse von GULAG umfunktioniert. Seit dem Fall der Sowjetunion hört man hier wieder Mönche beten. Pilger aus ganz Russland kommen jährlich hierher, um das Klosterensemble zu sehen. Es ist in die Schutzliste der UNESCO als Weltkulturerbe eingetragen.

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Wohin, wann, wie lange?

Es ist empfehlenswert das Archangelsker Gebiet im Sommer, von Juni bis Ende September und im Winter, von Januar bis Ende März, zu bereisen.

Weiße Nächte auf den Solowezki Inseln und Kenozero
Die Saison der weißen Nächte dauert im Norden von Ende Juni bis Mitte Juli. Je weiter man nach Norden kommt, desto kürzer sind die Nächte in dieser Zeit. Es ist die beste Reisezeit für Fotografen und Bewunderer der wilden nördlichen Natur!

Mit dem Nachtzug von Moskau oder Jaroslawl zum Kenozero-See für 3 Tage
Über Nacht erreicht man die kleine Eisenbahnstation von Njandoma und fährt mit dem Auto in etwa 3 Stunden weiter nach Kargopol und weiter. Mindestens 3 Tage sollte man einplanen, um Klöster und Kapellen zu besuchen, sich mit Einheimische zu treffen und mit dem Schiff die Seenlandschaft zu erkunden.

Von Kenozero nach Wologda im Süden oder nach Solowki im Norden
Von Kenozero kann man in 2 Richtungen weiterfahren:
1) Nach Wologda fahren Sie mit dem Zug in 5 Stunden in südliche Richtung. Nach dem Besuch von Wologda und der naheliegenden Orte Kirillow und Ferapontow, kann man nach Moskau oder Sankt-Petersburg mit einem Nachtzug fahren.
2) Nach Archangelsk fahren Sie in nördliche Richtung 5 Stunden mit dem Zug und fliegen weiter zu den Solowezki Inseln (50 Minuten Flug).

Mit dem Flugzeug von Moskau oder Sankt Petersburg über Archangelsk zu den Solowezki Inseln
Am schnellsten kann man Solowki mit dem Flugzeug erreichen. Es gibt einen Direktflug von Moskau (2 Stunden Flug) oder von Sankt-Petersburg (1,5 Stunden Flug) nach Archangelsk. Weiterflug mit einem Propellerflugzeug nach Solowki in 50 Minuten. Für die Hauptsehenswürdigkeiten der Solowezki Insel (Kloster, Kanäle, Sekirnaja Berg und botanischer Garten) benötigen Sie mindestens 3 Tage und 2 Nächte.

Von den Solowezki Inseln nach Karelien
In der Zeit von Juni bis Mitte September kann man Karelien von den Solowezki Inseln aus mit einem Schiff in 2 Stunden erreichen. Die Reise führt Sie dann zu den Inseln Kizhi und Walaam oder mit dem Nachtzug nach Sankt Petersburg.

Im Winter rund um Lekschmozero zum Langlaufen
Im Winter entstehen neue Wege! Die beste Zeit zum Langlaufen ist von Januar bis März vom Dorf Morschtschichinskaja aus. Der Ort liegt etwa 2 Stunden von Kargopol entfernt. Die Langlauf-Routen betragen 5 bis 20 km.

Unterkunft

Region Arkhangelsk
Ewseewhaus

Diese schöne traditionelle “Isba” (Bezeichnung für ein russisches Holzhaus) wurde Anfang des 20. Jhs. gebaut. Das Haus liegt im Dorf Werschinino, am Ufer des Sees Kenozero.