Stalingrad. Die Stadt, die die Geschichte veränderte

Wolgograd, eine Stadt an der Wolga, wurde im 16. Jahrhundert im Südosten Russlands gegründet. Am Anfang trug sie den Namen Zarizyn, wurde aber während der Änderung des Staatssystems in Stalingrad umbenannt, und 1961 erhielt sie ihren heutigen Namen. Die Stadt ist 964 km von Moskau entfernt und liegt in einer günstigen Klimazone mit milden Wintern und heißen Sommern. Im Jahr 2018 wurden dort Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft ausgetragen. Wolgograd — «Die Heldenstadt». Diese höchste Auszeichnung wurde ihr für ihre Tapferkeit und ihren Mut während des Großen Vaterländischen Krieges verliehen. Beim Aufstieg auf den Mamajew-Hügel am rechten Wolgaufer ist es heute schwer vorstellbar, welche erbitterten Kämpfe in diesem Gebiet stattgefunden haben, und nur die zahlreichen historischen Denkmäler erzählen von der heroischen Seite im Leben der Stadt.
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Der Name des Hügels «Mamajew» ist aus der Zeit der Goldenen Horde erhalten, als sein Gipfel als Aussichtsplattform für nomadische Wachposten diente. Der Legende nach sind dort Mamai, der Kommandant der Tataro-Mongolen, und seine goldene Rüstung begraben, aber diese Version ist nicht dokumentarisch belegt.

Heute gilt der Mamajew-Hügel als eines der sieben russischen Weltwunder für das Denkmal-Ensemble «Für die Helden der Schlacht von Stalingrad», dessen Hauptdenkmal weithin sichtbar ist. Die Skulptur einer Frau mit einem Schwert in der Hand, die zum Kampf gegen den Feind aufruft, ist die größte der Welt, wie der Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde bestätigt. Die Höhe des Denkmals «Mutter-Heimat ruft!» beträgt 85 Meter. Man kann sie auch nachts bewundern, denn das Denkmal ist beleuchtet, und wenn man den «Saal des Soldatenruhmes» und die «Mauerruine» besucht, hört man die Klänge der Musik und die Stimme des legendären sowjetischen Radiosprechers Juri Lewitan.
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Der Besuch der Gedenkstätte dauert lange, denn zum Denkmal-Ensemble gehören auch das Hochrelief «Erinnerung an Generationen», die Allee der Pyramidenpappeln, den Platz Kampf bis zum Tode, der Heldenplatz und der Platz der Trauer, der Soldatenfriedhof und der Gedenkpark.
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Dieses Ensemble wiederum ist Teil des Freilichtmuseums «Die Schlacht von Stalingrad», in dem auch das gleichnamige Panorama-Museum untergebracht ist. Es verfügt über das berühmte Rundum-Panorama — das größte Gemälde Russlands, das die letzte Etappe der Wolga-Schlacht zeigt.
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Unweit des zylinderförmigen Bauwerks des Museums befindet sich die Gerhardt Mühle, oder besser gesagt, was davon übrig ist: Dieses Gebäude ist speziell zum Gedenken an den Krieg nicht restauriert worden. Es ist nicht möglich, hineinzukommen, aber das zerstörte Dach und die zerschossenen Wände zeigen deutlich die Grausamkeiten der Straßenkämpfe während des Krieges. Die Gerhardt Mühle wird manchmal als Grudinins Mühle bezeichnet, und das ist kein Irrtum, denn Ersterer war der Gründer und Letzterer führte sie in der Sowjetzeit. Übrigens ist der Name «GERHARDT», der während des Baus des Gebäudes in Ziegelstein gemauert wurde, an einer seiner Wände noch sichtbar.
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Nicht weit entfernt von der Gerhardt Mühle befindet sich ein weiteres Denkmal der Kriegsjahre — das Pawlow-Haus, aber diese unmittelbare Nähe sorgt bei Touristen oft für Verwirrung. 58 Tage lang hatte ein Kommando der Roten Armee unter der Führung von Oberfeldwebel Jakow Pawlow, der später Ehrenbürger Wolgograds wurde, das Gebäude verteidigt. Im Gegensatz zur Mühle handelt es sich bei diesem Gebäude um ein restauriertes Wohnhaus, von dem zwei Wände denkmalgeschützt sind.
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