Reisen durch Russland im Winter: unsere besten Aktivitäten und Eindrücke

Mit dem Einsetzen von Frost eröffnen sich neue Reisemöglichkeiten in Russland. Im hohen Norden werden Eisstraßen angelegt wodurch Dörfer, die im Sommer unzugänglich sind, über eine Winterstraße erreicht werden können. Über diese werden Waren und Lebensmittelgeliefert. In der Nähe von Moskau, am Goldenen Ring, bleibt der Schnee nicht vor Ende Dezember liegen und er bleibt bis zu den ersten warmen Tagen im März. In Sibirien dauert der Winter zwei Monate länger, die Kälte ist trocken und die Tage sind klar und sonnig. In diesem Artikel beschreiben wir fünf der unvergesslichsten Eindrücke, die ein Teil Ihrer Winterreise nach Russland sein können.

Mit einer Troika in der Nähe von Sergijew Possad

Nach dem Besuch des Dreifaltigkeitsklosters von Sergijew Possad, einem Ort der klösterlichen Demut und Heiligkeit, möchte man russischen Wodka trinken und eine russische Feier. 30 Minuten mit dem Auto von Sergijew Possad entfernt beginnen sanfte Hügel und ausgedehnte Wälder. Nach einem Dorf wird Ihr Fahrer noch einen Feldweg entlang fahren können, aber weiter wird er nicht kommen. Am Waldrand wird auf Sie ein Pferdeschlitten samt Fahrer warten. Es ist alles wie bei Puschkin oder Tolstoi. Er trägt einen Schaffellmantel und eine große Pelzmütze, der Schlitten ist mit nordischer Malerei verziert. Mit dem Schlitten erreichen Sie eine Waldlichtung, wo der Fahrer für Sie ein Schaschlik auf dem Grillfeuer zubereitet. Wer friert, kann sich am Feuer aufwärmen, dann Wodka trinken (mindestens einmal während der Reise sollte dies getan werden) und den Fahrer bitten, Ihnen eine weitere schnelle Fahrt zu bieten.

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Auf Motorschlitten durch die Wälder von Kostroma

Aus der russischen Literatur wissen wir über den hohen Anteil an Leibeigenen, aber es gab auch noch andere Schicksale. Ende des 19. Jahrhunderts erkannten unternehmerische Bauern aus den Wäldern von Kostroma schnell, dass sie auf dem nördlichen Land nicht reich wurden, und gingen nach Sankt Petersburg arbeiten. Dort schufen sie Baugenossenschaften und bauten Wochenendhäuser für die Petersburger Aristokratie. Die zusätzliche Arbeit brachte Gewinn und prägte den Geschmack. Nachdem sie in ihre Heimatdörfer zurückgekehrt waren, bauten zwei reiche Bauern im Wettbewerb miteinander zwei große, schön verzierte Holzhäuser(Terem) „wie die der Herren“.

Einem von diesen wiederfuhr ein glückliches Schicksal - kürzlich hat eine Moskauer Familie eines davon restauriert und in ein Museum und ein Hotel umgewandelt. Das zweite Terem befindet sich in einem unbewohnten Dorf und ist nur im Winter mit dem Motorschlitten erreichbar. Bei einem Besuch kann man nur über den hohen Grad der Handwerkskunst staunen. Alle Malereien und Schnitzereien wurden meisterhaft von den Bauern, ohne ernsthafte künstlerische Ausbildung, angefertigt.

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Nordlichter auf der Halbinsel Kola

Murmansk ist ein arktischer Hafen an einem eisfreien Fjord, ein strategischer Punkt auf der Karte seit Beginndes Russischen Reiches und dann der UdSSR. Von hier legen die Eisbrecher ab, die die Passage entlang des Nördlichen Seewegs öffnen. Der allererste, in den 60er Jahren gebaut, heißt natürlich „Lenin“. Der Eisbrecher ist in ein Museum umgewandelt und liegt auf immer vertäut im Hafen von Murmansk. Nach der Besichtigungstour auf dem Eisbrecher können Sie das Restaurant „Tundra“ besuchen und dort Wild und ein Dessert mit Moltebeeren probieren. Im Winter fängt in Murmansk die Nachtgleich nach dem Mittagessen an – die beste Zeit um aus der Stadt in die Tundra zu fahren, und Jagd auf Nordlichter zu machen.

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Trekking auf dem Eis des Baikalsees

Ab Ende Februar ist das Eis im mittleren und nördlichen Teil des Baikalsees ausreichend dick, um es mit Autos zu befahren. Auf der Eisstraße von der Insel Olchon nach Burjatien führt die Überquerung des Baikalsees über seinen tiefsten Punkt. Hier sollten Sie aussteigen, die Autos weiter fahren lassen und in der Stille zurückbleiben. Frostige Klarheit – das sind Blautöne, und das Eis ist fantastisch Türkis. Während der Überquerung zu Fuß möchte man nicht reden, man möchte die unendliche Vielfalt an Mustern auf dem Eis betrachten. Eine Wassermasse von 1642 Metern Tiefe unter sich zu fühlen ist ein fast kosmisches Gefühl.

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Auf einem Rentierschlitten durch Jakutien

In Russland ist alles lang, weit und unverständlich. Nach dem sechsstündigen Flug von Moskau nach Jakutsk, der Hauptstadt der Republik Jakutien, werden Sie keine Rentierherden und endlose Tundra sehen. Es gibt eine lange Fernstraße nach Norden entlang der tragisch bekannten Kolyma-Strecke, die auch als „Straße der Knochen“ bezeichnet wird. Die Hauptbevölkerung von Jakutien sind Jakuten, aber sie beschäftigen sich nicht mit der Rentierzucht. Dies ist eine traditionelle Lebensweise der indigenen Bevölkerung - den Ewenken, die im Norden Jakutiens leben. Sie messen die Entfernungen in Teestopps, betrachten sich als viel besser als ihre Gäste und schauen ein wenig auf sie herab, weil sie Rentiere haben und die Touristen keine. Mit nordischer Stille und einem geheimnisvollen Lächeln setzen sie Sie in einem von sechs oder acht Rentieren gezogenen Schlitten und gleiten über die Tundra, ihren Jagdgründen.

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