Altai-Ring: Die Siedlung Kosch-Agatsch und die Tschuja-Steppe

Die nächste Etappe der Reise ist eine Fahrt in die Tschuja-Steppe und die kasachische Siedlung Kosch-Agatsch. Genau genommen liegt dieses Gebiet des Altai nicht an dem Rundweg. Die Fahrt nach Kosch-Agatsch von den Dörfern Tschibit oder Aktasch, an denen der Ring vorbeiführt, ist in eine Richtung 100 km entfernt, ohne Ausflüge zu den Sehenswürdigkeiten der Region.

Die wichtigsten Eindrücke dieser Reise — ein markanter Wechsel der Landschaft von der grünen Bergtaiga zur Tschuja Halbwüsten-Steppe und die Kultur der Altai-Kasachen. Am zweiten Tag kann man einen Ausflug zu den Almwiesen und eine Wanderung zum Aktru-Gletscher unternehmen.
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Die Tschuja-Steppe ist ein 100 km langes und bis zu 40 km breites Zwischengebirgsbecken auf einer Höhe von 1800 m gelegen. Das Becken mit fast perfekt flachem Boden und überwiegender Halbwüste ist auf allen Seiten von Bergketten umgeben. Die besondere geographische Lage der Tschuja-Steppe macht sie zum kältesten und trockensten Ort im Altai, an dem fast immer die Sonne scheint. Hier wurden im Winter Temperaturen von −62°C und im Sommer bis zu +30°C gemessen.
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Die Siedlung Kosch-Agatsch liegt im Zentrum der Tschuja-Steppe. Aufgrund des rauen Klimas mit einer jährlichen Schwankungsbreite von 100°C sind die Lebensbedingungen hier denjenigen des Hohen Nordens gleich, obwohl Kosch-Agatsch ganz im Süden Russlands liegt. Nach russischem Recht bedeutet dieser Status, dass alle im öffentlichen Dienst beschäftigten Einwohner einen Gehaltszuschlag von 40% erhalten. Dies ist noch das sowjetische System der Nord-Koeffizienten. Die Mehrheit der Bevölkerung in diesem Teil des Landes sind Kasachen, die Ende des XIX. Jahrhunderts hierher gezogen sind. Die Hauptberufstätigkeit, wie überall im Altai, ist die Tierhaltung. Hier werden sogar Kamele gehalten.
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In Kosch-Agatsch sind Büros oder Geschäfte zu vermieten.

Kosch-Agatsch ist vor allem wegen seiner Atmosphäre, der kasachischen und zentralasiatischen Küche und des Marktes interessant, wo man viele Waren aus mongolischer Wolle und Teppiche findet, die kasachische Meister aus dem Dorf Schana-Aul herstellen.
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Der Tschuja-Trakt ist die einzige offizielle Straße in der Gegend. Mehr ist auch nicht nötig — man kann in jede Richtung durch die flache Wüste der Tschuja-Steppe fahren. In der Steppe findet man Hirtenlager, nicht wie im restlichen Altai aus Holz gebaut, sondern aus Ton und mit einem Flachdach gedeckt. Hier gibt es sowieso fast keine Niederschläge.
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Auf dem Dach trocknet Dung zum Heizen

Direkt hinter Kosch-Agatsch beginnt das Grenzgebiet. Ohne einen Sonderausweis ist ein Betreten nicht erlaubt. Bis zur Grenze der Mongolei sind es nur 65 Kilometer.
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